Das Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg dient der Aufbewahrung, Pflege und Nutzung des historisch bedeutsamen Schriftguts staatlicher und privater Herkunft. Seit 1998 befindet sich das Staatsarchiv mit seinem Magazingebäude am Standort Kattunbleiche/Wandsbeker Allee im Bezirk Wandsbek.
Bereits in den vergangenen Jahren wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass die Kapazitäten des Magazingebäudes perspektivisch nicht mehr ausreichen. In der Antwort auf die Schriftliche Kleine Anfrage, Drs. 22/16570, teilte der Senat mit, dass ein Erweiterungsbau am Standort Wandsbek grundsätzlich vorgesehen sei. Weiter führte der Senat aus, dass hierfür eine Bedarfsplanung sowie eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, in deren Rahmen auch ein Kostenrahmen für den Erweiterungsbau ermittelt werde. Der Zeitpunkt für einen Bauantrag sei demnach abhängig von den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie und der Finanzierung.
Seit Anfang 2026 wurden zudem umfangreiche Archivbestände vom Standort Wandsbek in das Niedersächsische Landesarchiv nach Stade ausgelagert. Diese Maßnahme wurde von Historikerinnen und Historikern sowie weiteren Nutzern des Staatsarchivs kritisch bewertet. Bemängelt werden insbesondere die kurzfristige Kommunikation, die Auswahl stark nachgefragter Bestände sowie die eingeschränkte Nutzbarkeit, da ein Kurierdienst nicht angeboten wird und Akten künftig nur noch vor Ort in Stade eingesehen werden können.
Vor diesem Hintergrund sowie angesichts der Bedeutung des Standorts Wandsbek für das Staatsarchiv ist ein transparenter Überblick über die Auslagerungen, den Stand der Digitalisierung und insbesondere über die konkrete Erweiterungsplanung erforderlich.
