• Wahlkreis 11: Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf und Wandsbek

Initiativen: Kultur

Staatsarchiv Hamburg stärken

Der Antrag der Fraktion Die Linke (Drs. 23/3900) verengt die bestehenden Herausforderungen im Staatsarchiv Hamburg auf einzelne kurzfristige Maßnahmen und greift damit zu kurz. Die vorgeschlagenen Ansätze adressieren überwiegend Symptome, ohne die zugrunde liegenden strukturellen Ursachen ausreichend zu berücksichtigen.

Die bestehenden Probleme sind jedoch in erster Linie auf die seit Jahren bekannten Kapazitätsgrenzen des Staatsarchivs zurückzuführen. Eine nachhaltige Verbesserung lässt sich daher nur durch eine konsequente Stärkung der infrastrukturellen Voraus- setzungen erreichen.

Das Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg ist das zentrale Gedächtnis der Stadt und bewahrt historisch bedeutsames Schriftgut staatlicher und privater Herkunft. Es dient nicht nur der wissenschaftlichen Forschung, sondern auch der Rechtssicherung, der Verwaltungskontinuität sowie der politischen und gesellschaftlichen Aufarbeitung historischer Entwicklungen.

Bereits seit mehreren Jahren ist bekannt, dass die Kapazitäten am Standort Wandsbek an ihre Grenzen stoßen. Spätestens seit 2022 wurde öffentlich darauf hingewiesen, dass die vorhandenen Magazinflächen perspektivisch nicht mehr ausreichen und ein Erweiterungsbau erforderlich ist.

Restaurant „Zum Eichtalpark“ – wann wird es endlich wieder geöffnet

Das historische Gebäude des Restaurants „Zum Eichtalpark“ an der Ahrensburger Straße im Bezirk Wandsbek ist seit Jahrzehnten ein wichtiger gastronomischer Anlaufpunkt für Besucherinnen und Besucher des Eichtalparks. Nach der Schließung Ende 2024 sollte das Gebäude durch die Sprinkenhof GmbH umfassend saniert und zeitnah wieder einer gastronomischen Nutzung zugeführt werden.

Zu Beginn der Maßnahmen wurde eine Wiedereröffnung für Februar 2026 in Aussicht gestellt. Dieser Zeitplan wird inzwischen deutlich verfehlt. Im Verlauf der Bauarbeiten wurden zusätzliche, zuvor offenbar nicht erkannte Schäden an der Bausubstanz entdeckt. Dies wirft Fragen hinsichtlich der ursprünglichen Planung und Bauvorbereitung auf.

Die Verzögerungen führen dazu, dass ein zentraler gastronomischer Treffpunkt im Quartier weiterhin nicht zur Verfügung steht. Gleichzeitig bleibt unklar, wann eine Wiedereröffnung tatsächlich erfolgen kann und ob das Interessenbekundungsverfahren zur Neuverpachtung erfolgreich abgeschlossen werden kann. Besonders kritisch wäre, wenn trotz frühzeitig eingeleitetem Verfahren bislang kein Betreiber gewonnen werden konnte.

Dokumentationszentrum Hannoverscher Bahnhof

Das Dokumentationszentrum Hannoverscher Bahnhof ist ein zentraler Baustein der Hamburger Erinnerungskultur. Als künftiger Gedenk- und Lernort soll es die Deportationen während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft dokumentieren und einen wichtigen Beitrag zur historisch-politischen Bildungsarbeit leisten. Angesichts zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung, antisemitischer Vorfälle und extremistischer Tendenzen kommt der institutionell verankerten Erinnerungsarbeit eine besondere Bedeutung zu.

Erweiterung des Staatsarchivs am Standort Wandsbek

Das Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg dient der Aufbewahrung, Pflege und Nutzung des historisch bedeutsamen Schriftguts staatlicher und privater Herkunft. Seit 1998 befindet sich das Staatsarchiv mit seinem Magazingebäude am Standort Kattunbleiche/Wandsbeker Allee im Bezirk Wandsbek.

Bereits in den vergangenen Jahren wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass die Kapazitäten des Magazingebäudes perspektivisch nicht mehr ausreichen. In der Antwort auf die Schriftliche Kleine Anfrage, Drs. 22/16570, teilte der Senat mit, dass ein Erweiterungsbau am Standort Wandsbek grundsätzlich vorgesehen sei. Weiter führte der Senat aus, dass hierfür eine Bedarfsplanung sowie eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, in deren Rahmen auch ein Kostenrahmen für den Erweiterungsbau ermittelt werde. Der Zeitpunkt für einen Bauantrag sei demnach abhängig von den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie und der Finanzierung.

Seit Anfang 2026 wurden zudem umfangreiche Archivbestände vom Standort Wandsbek in das Niedersächsische Landesarchiv nach Stade ausgelagert. Diese Maßnahme wurde von Historikerinnen und Historikern sowie weiteren Nutzern des Staatsarchivs kritisch bewertet. Bemängelt werden insbesondere die kurzfristige Kommunikation, die Auswahl stark nachgefragter Bestände sowie die eingeschränkte Nutzbarkeit, da ein Kurierdienst nicht angeboten wird und Akten künftig nur noch vor Ort in Stade eingesehen werden können.

Vor diesem Hintergrund sowie angesichts der Bedeutung des Standorts Wandsbek für das Staatsarchiv ist ein transparenter Überblick über die Auslagerungen, den Stand der Digitalisierung und insbesondere über die konkrete Erweiterungsplanung erforderlich.

Hamburgs verborgene Badepotenziale sichtbar machen: Bürgerideen für Hamburgs Gewässer nutzen

Hamburg ist eine Stadt am Wasser, deren Gewässer für viele Menschen bislang vor allem Kulisse sind. Die Diskussion über zusätzliche und besser nutzbare Bademöglichkeiten zeigt, dass in der Stadtgesellschaft ein großes Interesse besteht, das Element Wasser vielfältiger und stärker zu erleben. Neben fachlichen Prüfungen möglicher Standorte ist dabei insbesondere das lokale Wissen der Hamburgerinnen und Hamburger von besonderem Wert.

Viele Bürgerinnen und Bürger verfügen über detaillierte Ortskenntnisse oder konkrete Nutzungsideen für Gewässerabschnitte, die bislang nicht oder kaum als mögliche Badestellen wahrgenommen werden. Gerade solche verborgenen Badepotenziale lassen sich durch Hinweise aus der Stadtgesellschaft identifizieren: Ein öffentlicher Ideenwettbewerb bietet hier die Möglichkeit, diese Einblicke systematisch zu bündeln und kreative, bisher ungesehene Vorschläge sichtbar zu machen. Gleichzeitig stärkt die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger Transparenz, Teilhabe und Identifikation mit der Weiterentwicklung Hamburgs als Stadt am Wasser, die ihre verborgenen Badepotenziale nutzt.

Zukunft des Restaurants am Eichtalpark – Stand des Sanierungs- und Interessenbekundungsverfahrens

Das historische Gebäude am Eingang des Eichtalparks in Hamburg-Wandsbek, Ahrensburger Straße 14a, wurde im Jahr 1888 als Wassermühle errichtet und wird seit 1928 gastronomisch genutzt. Nach der Schließung des bisherigen Restaurants „Zum Eichtalpark“ plant die Sprinkenhof GmbH eine umfassende Sanierung des Gebäudes und eine anschließende Neuverpachtung für gastronomische Zwecke.

Laut der öffentlichen Ausschreibung der Sprinkenhof GmbH (Objekt-Nummer 25001) soll das Objekt nach Abschluss der Baumaßnahmen voraussichtlich im 1. Quartal 2026 wieder zur Verfügung stehen. Die geplanten Sanierungskosten betragen laut der Antwort auf meine Schriftliche Kleine Anfrage Drs. 22/17964 vom 18. Februar 2025 rund 1,25 Millionen Euro brutto. Das historische Gebäude soll laut rot-grünem Senat Teil des Projekts „Klimapark Eichtalpark“ sein und soll künftig ein gastronomisches Angebot mit öffentlicher Nutzung der WC-Anlagen für Parkbesucherinnen und Parkbesucher bieten. Zum Umbau als sogenanntem Klimapark ist der Hauptwanderweg im Eichtalpark schon seit November 2024 für die Bauarbeiten zur Umgestaltung gesperrt. Der Eichtalpark sollte schon wieder für die Besucher geöffnet werden. Die Bauarbeiten haben sich jedoch erneut verzögert, und eine offizielle Eröffnung für den sogenannten Klimapark hat bislang nicht stattgefunden.

Hamburg international stärken – Tourismus gezielt ausbauen, Wettbewerbsfähigkeit erhöhen!

Hamburg verzeichnete im Jahr 2024 rund 16,1 Millionen Übernachtungen. Die Zimmerauslastung der Hamburger Hotels lag im vergangenen Jahr bei 77 Prozent. Diese hat damit das Vorkrisenniveau von 2019 wieder erreicht. Seit 2019 sind Hotelprojekte mit rund 5.000 Zimmern in Hamburg hinzugekommen. Diese Zeichen der Erholung dürfen jedoch über sichtbare Schwächen der Tourismusbranche nicht hinwegtäuschen. So ist beispielsweise der Anteil internationaler Gäste unterdurchschnittlich und bewegt sich seit Jahren auf einem niedrigen Niveau von etwa 20 Prozent. Der Anteil liegt damit deutlich hinter vergleichbaren europäischen Städten. So zählte beispielsweise Kopenhagen etwa 11,1 Millionen Übernachtungen – 64 Prozent davon waren internationale Gäste.

Hamburg verfügt zwar über gute touristische Grundlagen – mit maritimem Flair, der Elbphilharmonie, attraktiven Museen und einer wachsenden Kreuzfahrtinfrastruktur – doch die internationale Wahrnehmung und Reichweite bleiben hinter dem Potenzial zurück. Städte wie Amsterdam oder Kopenhagen investieren gezielt in internationale Sichtbarkeit, Direktverbindungen, digitale Services und globale Eventformate, um neue Zielgruppen zu erschließen.

Erhöhung der Ressourcen der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH für verbesserte Wertschöpfung am Standort

Die MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH unterstützt Kinofilme, High-End-Serien und innovative Formate aller Genres, angefangen beim ersten Entwurf, über die Produktion bis hin zur Auswertung und Präsentation auf Festivals. Damit ist sie ein maßgeblicher Motor in der Stärkung des Filmstandorts Hamburg Schleswig-Holstein.

Doch auch die MOIN Filmförderung hat auf die sich stark ändernde Lage der gesamten Film- und Medienbranche zu reagieren: Während das Cluster aus Streaming- Angeboten, TV- und Filmformaten insgesamt wachsend ist, sind gleichzeitig Kostenerhöhungen und ein nach der Corona-Pandemie veränderter Markt zu beobachten. Trotz dieser Herausforderungen gelingt es dem Filmstandort Hamburg Schleswig- Holstein auch dank der Arbeit der MOIN Filmförderung, cineastische Erfolge zu feiern und dieses Jahr mit dem vom iranischen Regisseur produzierten Film „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ erneut eine von der MOIN Filmförderung unterstützte Produktion aus Hamburg als deutschen Kandidaten für den Auslands-Oscar zu stellen.