Der Antrag der Fraktion Die Linke (Drs. 23/3900) verengt die bestehenden Herausforderungen im Staatsarchiv Hamburg auf einzelne kurzfristige Maßnahmen und greift damit zu kurz. Die vorgeschlagenen Ansätze adressieren überwiegend Symptome, ohne die zugrunde liegenden strukturellen Ursachen ausreichend zu berücksichtigen.
Die bestehenden Probleme sind jedoch in erster Linie auf die seit Jahren bekannten Kapazitätsgrenzen des Staatsarchivs zurückzuführen. Eine nachhaltige Verbesserung lässt sich daher nur durch eine konsequente Stärkung der infrastrukturellen Voraus- setzungen erreichen.
Das Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg ist das zentrale Gedächtnis der Stadt und bewahrt historisch bedeutsames Schriftgut staatlicher und privater Herkunft. Es dient nicht nur der wissenschaftlichen Forschung, sondern auch der Rechtssicherung, der Verwaltungskontinuität sowie der politischen und gesellschaftlichen Aufarbeitung historischer Entwicklungen.
Bereits seit mehreren Jahren ist bekannt, dass die Kapazitäten am Standort Wandsbek an ihre Grenzen stoßen. Spätestens seit 2022 wurde öffentlich darauf hingewiesen, dass die vorhandenen Magazinflächen perspektivisch nicht mehr ausreichen und ein Erweiterungsbau erforderlich ist.
