• Wahlkreis 11: Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf und Wandsbek

Drucksache: 23/1422 |
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Bei der Planung städtebaulicher Projekte vergehen zwischen Konzept, Planungsbeschluss und tatsächlicher Bebauung oft viele Jahre. Immer wieder zeigt sich, dass der tatsächliche Flächenbedarf zum Zeitpunkt der Realisierung nicht mehr den ursprünglichen Annahmen entspricht. Durch die stark veränderten Rahmenbedingungen des Bauens in den letzten Jahren fällt dieser Zeitverzug besonders deutlich ins Gewicht und wirkt sich insbesondere auf den Wohnungsbau negativ aus.

In Hamburg finden sich hierfür viele Beispiele, da sehr viele aufwendig geplante Wohnungsbauprojekte wie zum Beispiel das „Paloma-Viertel“ auf St. Pauli oder das immer noch auf Entwicklung wartende Holsten-Areal angesichts gestiegener Zinsen und Baukosten in der ursprünglichen Planung nicht mehr wirtschaftlich realisiert werden können. Aktuell sind die „Kolbenhöfe I & II“ betroffen, da der ursprünglich geplante und genehmigte Bau von Büroräumen wegen fehlender Nachfrage nicht realisiert werden kann. Ein Unternehmen, das ursprünglich mit seinem Firmenstandort und entsprechenden Büros an diesen Ort zurückkehren wollte, hat zwischenzeitlich andere Räumlichkeiten bezogen. Damit wird der geplante Büroneubau obsolet. Das Areal liegt in bester Lage Altonas in einem Gebiet mit hoher Nachfrage nach Wohnraum. Die Projektentwickler haben Interesse, statt der Büros weitere Wohnungen zu schaffen. Bezirk und Wirtschaftsbehörde sperren sich jedoch.