Seit dem Jahr 2019 unterhält die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen eine Koordinierungsstelle für Seniorinnen und Senioren, die einen Wohnungswechsel anstreben. Ziel ist es, ältere Menschen mit großen Wohnungen beim Umzug in kleinere, barrierearme Wohnungen zu unterstützen und dadurch dringend benötigten Wohnraum für Familien freizumachen.
Die Senatsantwort auf die Schriftliche Kleine Anfrage „Koordinierungsstelle für Senioren-Wohnungswechsel: Nachfrage und Ergebnisse“ (Drs. 23/1550) zeigt, dass dieses Ziel in der Praxis verfehlt wird. Sechs Jahre nach Einrichtung hat die Koordinierungsstelle lediglich 36 konkrete Wohnungsgesuche bearbeitet. Nur vier dieser Fälle führten tatsächlich zu einem erfolgreichen Wohnungswechsel. Erfahrungen/Feedback werden nicht standardisiert erhoben; eine gesonderte Evaluation der Arbeit der Koordinierungsstelle ist laut Senat derzeit nicht geplant. Angesichts dieser äußerst geringen Zahl von erfolgreichen Vermittlungen steht der Nutzen der Koordinierungsstelle in keinem Verhältnis zu den eingesetzten Personal- und Haushaltsmitteln.
