• Wahlkreis 11: Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf und Wandsbek

Drucksache: 23/1431 |
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In immer mehr Stadtteilen Hamburgs nimmt der liegen gelassene Hundekot überhand. Auf Gehwegen, in Grünanlagen, zwischen Spielgeräten auf Spielplätzen oder entlang von Kita- und Schulwegen – Hundehaufen finden sich teils im Zwei-Meter-Abstand. Kinder müssen auf dem Weg zur Rutsche Slalom laufen, Senioren mit Rollatoren weichen in den Matsch aus, und Eltern schieben den Kinderwagen um stinkende Haufen herum.

Ein besonders plastisches Beispiel: Im Wohlerspark in Altona, aber auch auf dem Volksdorfer Wochenmarktgelände, an der Berner Au, in Parks in Horn, Eimsbüttel oder Langenhorn – überall berichten Bürgerinnen und Bürger vom gleichen Eindruck: Hamburg versinkt in Hundekot.

Der Ekel ist groß, das Verständnis für die Hinterlassenschaften gering – und das Vertrauen in die Durchsetzung der Regeln schwindet.

Trotz klarer Rechtslage und Bußgeldregelungen wird das Problem in der Praxis kaum wirksam bekämpft. Warum? Weil der rot-grüne Senat den bezirklichen Ordnungsdienst abgeschafft hat. An seine Stelle trat ein minimal ausgestatteter Hundekontrolldienst, der – personell völlig unterbesetzt – nur punktuell im Stadtgebiet präsent ist. Die Folge: Es fehlt an Kontrollen, und es fehlt an Abschreckung.

Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich an uns als CDU-Fraktion gewandt und vorgeschlagen, über eine DNA-Registrierung aller Hunde eine klare Verantwortlichkeit herzustellen. So nachvollziehbar dieser Wunsch ist – rechtlich ist er höchst bedenklich und datenschutzrechtlich kaum haltbar. Auch wirtschaftlich steht der immense Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Doch Nichtstun ist keine Option.

Wenn der Senat sich weiterhin weigert, wieder einen funktionierenden Ordnungsdienst in den Bezirken einzuführen, muss er wenigstens auf anderen Wegen handeln. Eine professionelle, stadtweite Kampagne, die für Rücksichtnahme, Verantwortungsbewusstsein und Hygiene wirbt – über Schulen, Vereine, Handel, Medien und direkte Ansprache – ist ein sinnvoller nächster Schritt.

Denn klar ist: Die Verantwortung liegt in erster Linie bei den Hundehalterinnen und Hundehaltern – aber die Stadt muss dafür sorgen, dass Regeln auch sichtbar gelten und vermittelt werden.

Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung lässt sich Hamburg wieder ein Stück lebenswerter machen – auch für die Jüngsten, die Ältesten und alle dazwischen.