Steilshoop leidet seit Jahren massiv unter illegal abgestelltem Sperrmüll. Kaum ein Tag vergeht ohne neue Müllberge vor Wohnanlagen, auf Grünflächen oder an Straßenrändern. Die Folgen sind gravierend: Vermüllung des öffentlichen Raums, sinkende Wohnzufriedenheit und vor allem explodierende Nebenkosten für die Mieterinnen und Mieter.
Die Kosten für die Sperrmüllbeseitigung werden in vielen Wohnanlagen auf alle Haushalte umgelegt – unabhängig davon, wer den Müll tatsächlich verursacht hat. Besonders drastisch zeigt sich dies am Beispiel Vonovia: Innerhalb nur eines Jahres sind die Sperrmüllkosten in Steilshoop um über 50 Prozent gestiegen. Für viele Familien, Rentnerinnen und Rentner sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird diese Entwicklung zunehmend untragbar.
Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner melden inzwischen offen, dass sie den Stadtteil verlassen möchten: Nicht aus mangelnder Verbundenheit, sondern weil sie es nicht mehr akzeptieren, dauerhaft für das Fehlverhalten anderer finanziell belastet zu werden. Selbst gewerbliche Mieterinnen und Mieter sowie Einrichtungen vor Ort spüren diese Kostensteigerungen.
Die Vermieterinnen und Vermieter versuchen gegenzusteuern: mit Informationskampagnen in mehreren Sprachen, Hinweisen auf Wertstoffhöfe und zusätzlichen Aufklärungsmaßnahmen. Doch ohne wirksame Sanktionen und ohne attraktive, kostenlose Entsorgungsangebote verpuffen diese Bemühungen häufig.
