• Wahlkreis 11: Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf und Wandsbek

Drucksache: 23/2909 |
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Die medizinische Versorgung im Stadtteil Steilshoop befindet sich in einer akuten Krise. Für rund 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner stehen derzeit lediglich zwei Hausärzte, ein Kinderarzt sowie wenige weitere medizinische Angebote zur Verfügung. Schon heute ist die wohnortnahe Versorgung insbesondere für ältere Menschen, Familien, chronisch Erkrankte und mobilitätseingeschränkte Personen erheblich eingeschränkt.

Steilshoop zählt zu den Stadtteilen Hamburgs, die bereits seit Jahren mit strukturellen Nachteilen zu kämpfen haben. Der fortschreitende Verlust medizinischer Infrastruktur verstärkt das Gefühl des Abgehängtseins und droht, soziale Ungleichheiten weiter zu verschärfen. Eine verlässliche ärztliche Versorgung ist jedoch eine grundlegende Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Stadtteilen.

Besonders angespannt ist die Situation im Umfeld des EKZ Steilshoop. Die dort ansässigen Ärztinnen und Ärzte sowie die Apotheke sind unmittelbar von den geplanten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen des EKZ betroffen. Seit mehr als fünf Jahren werden ihnen Umzüge innerhalb des EKZ in Aussicht gestellt, ohne dass bislang verbindliche schriftliche Vereinbarungen zu Mietkonditionen, Umzugskosten oder zeitlichen Abläufen vorliegen.