• Wahlkreis 11: Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf und Wandsbek

Drucksache: 23/3091 |
Datum: |
Typ: |

Hier können Sie die Drucksache einsehen:

Die schockierende Ermordung einer jungen Frau am U-Bahnhof Wandsbek Markt am 29. Januar 2026 hat auf erschütternde Weise gezeigt, dass die Hamburger Bahnhöfe in ihrer heutigen Ausgestaltung keinen ausreichenden Schutz vor Gewalttaten und gefährlichen Übergriffen bieten. Das zeigen auch tausende Zwischenfälle an Hamburgs Bahnhöfen pro Jahr.

Als hochfrequentierte öffentliche Räume, die täglich von hunderttausenden Menschen genutzt werden, trägt der Senat eine besondere Verantwortung Bahnhöfe so zu gestalten, dass das Risiko schwerer Gewalttaten und tödlicher Unfälle bestmöglich minimiert wird. Der bloße Hinweis auf Eigenverantwortung oder Nothaltegriffe genügt diesem Anspruch nicht. In internationalen Metropolen wie Seoul, Tokio oder Kopenhagen sind Bahnsteigtüren, Zugangsbeschränkungen und automatisierte Sicherungssysteme längst Bestandteil eines modernen Sicherheitskonzepts im ÖPNV. Auch in Hamburg ist mit der vollautomatischen U5 vorgesehen, Bahnsteigtüren verbindlich einzusetzen. Damit erkennt der Senat implizit an, dass diese Systeme einen relevanten Sicherheitsgewinn darstellen.