Der Hamburger Fischmarkt ist seit Jahrhunderten eine der bekanntesten Institutionen Hamburgs. Er ist Wochenmarkt, touristisches Aushängeschild, maritimer Identifikationsort und lebendiger Bestandteil der Hamburger Stadtgeschichte zugleich. Seine Nähe zur Elbe, die Marktbeschicker und Marktschreier, das besondere Sortiment, die Nähe zur Fischauktionshalle, die frühe Marktzeit und das Zusammenspiel mit Gastronomie, Musik und Hafenatmosphäre haben ihn über die Jahre ausgezeichnet. Doch dieses Kulturgut Hamburgs ist existenziell bedroht. Wer es schützen und die jahrhundertealte Tradition bewahren möchte, muss den Fischmarkt jetzt weiterentwickeln.
Denn seit 1703 durfte in Altona auch sonntags vor dem Kirchgang Handel getrieben werden; ursprünglich diente der Markt der Versorgung mit frischem Fisch, entwickelte sich aber bereits seit dem frühen 18. Jahrhundert zu einem Markt, auf dem auch Obst, Gemüse und Pflanzen verkauft wurden. Diese historische Identität wird durch die unmittelbare Nähe zur Fischauktionshalle zusätzlich verstärkt, die in den Jahren 1895/1896 errichtet wurde.
