Wettbewerbsverfahren sind seit vielen Jahren ein wichtiges Instrument der Stadt Hamburg zur Steuerung von Bauvorhaben und zur Sicherung architektonischer sowie städtebaulicher Qualität. Ihre Ergebnisse prägen öffentliche Räume, Infrastrukturprojekte und Wohnquartiere – von Architektur- und Fassadenwettbewerben über Verfahren für Brücken, U-Bahn- und S-Bahn- Stationen bis hin zu Projekten im Wohnungsbau, der Quartiersentwicklung sowie der Landschafts- und Freiraumplanung.
Mit diesen Verfahren sind erhebliche finanzielle und zeitliche Aufwendungen verbunden. Neben Preisgeldern entstehen Kosten für Organisation und Betreuung, Preisgerichte und Gutachten, Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligungsformate sowie weitere begleitende Leistungen. Je nach Verfahren werden diese Kosten aus Haushaltsmitteln, durch städtische Gesellschaften oder durch private Projektträger getragen – mittelbar wirken sie sich jedoch regelmäßig auf Grundstückspreise, Projektkalkulationen und letztlich auf Mieten oder Kaufpreise aus. Die Wettbewerbsverfahren brauchen Zeit, nicht selten vergeht darüber fast ein Jahr. Zumindest in den letzten Jahren bedeutete dies automatisch hohe Kostensteigerungen.
