• Wahlkreis 11: Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf und Wandsbek

Drucksache: 23/2091 |
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In immer mehr Hamburger Stadtteilen wird das Problem der überfüllten oder verschwundenen Altkleidercontainer zum Dauerthema. Besonders stark betroffen sind dabei die östlichen Bezirke – allen voran Steilshoop, Bramfeld und Farmsen-Berne. Hier häufen sich Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern, die feststellen, dass die wenigen verbliebenen Sammelstellen regelmäßig überquellen. Säcke mit Kleidung, Schuhen und Textilien werden neben vollen Containern abgestellt, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch Schädlinge wie Ratten und Ungeziefer sowie Vögel anzieht. Die Entsorgung dieser illegalen Ablagerungen kostet die Stadt zusätzliches Geld.

Was früher selbstverständlich war – alte, aber gut erhaltene Kleidung für Bedürftige oder den Wiederverkauf abzugeben – wird zunehmend schwieriger. Viele Anwohnerinnen und Anwohner berichten, dass die letzten Container in der Umgebung regelmäßig überfüllt sind oder ersatzlos verschwunden, weil Betreiber aufgegeben haben. Wer helfen will, steht buchstäblich vor verschlossenen Deckeln.

Ein Blick in die Antwort des Senats auf die Schriftliche Kleine Anfrage Drs. 23/1756 bestätigt diese Wahrnehmung: Seit 2020 haben 13 Unternehmen ihre Altkleidersammlung in Hamburg eingestellt. Die Sammelmengen sind im gleichen Zeitraum stark gesunken – von über 8.000 Tonnen (2020) auf nur noch 6.640 Tonnen (2024). Das ist ein Rückgang von rund 18 Prozent. Besonders alarmierend ist, dass es in Hamburg aktuell nur 22 Container im öffentlichen Raum gibt, aufgestellt durch die Stadtreinigung, sowie 287 Container auf privaten Flächen. Das ist für eine Stadt mit knapp 2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern völlig unzureichend. Zum Vergleich: Leipzig verfügt bei etwa 630.000 Bürgerinnen und Bürgern über rund 400 Alttextilcontainer an rund 300 Standorten im Stadtgebiet.