Die digitale Transformation und die damit einhergehende Stärkung des Rechenzentrumsstandorts bieten die Chance, diese Entwicklung mit dem tiefgreifenden Umbau der Hamburger Energie- und Wärmeversorgung zu verzahnen. Vor dem Hintergrund der kommunalen Wärmeplanung, gesetzlicher Dekarbonisierungsvorgaben, steigender Energiepreise sowie des auf 2040 vorgezogenen Klimaschutzziels steht die bestehende Infrastruktur vor grundlegenden Anpassungen.
Neben dem Ausbau zentraler Fernwärmesysteme und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien rücken dabei auch bislang unzureichend genutzte Wärmequellen in Hamburg in den Fokus. Hierzu zählt insbesondere die Abwärme aus Rechenzentren, die angesichts wachsender Datenmengen und KI-Anwendungen sowie der geforderten Stärkung des Rechenzentrumsstandorts Hamburg (Drs. 23/3714) ein relevantes Infrastrukturpotenzial darstellt. Rechenzentren entwickeln sich damit zu einem integralen Bestandteil der modernen Stadt, zugleich jedoch auch zu einem erheblichen Energieverbraucher mit entsprechenden Abwärmepotenzialen. Die Abwärme der Rechenzentren fällt im Dauerbetrieb kontinuierlich an und stellt eine wertvolle Energiequelle dar, die – bei entsprechender technischer und infrastruktureller Einbindung – zur Wärmeversorgung von Gebäuden und insbesondere für quartiersbezogene Nahwärmelösungen genutzt werden kann.
