• Wahlkreis 11: Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf und Wandsbek

Drucksache: 23/3591 |
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Hamburg steht vor einem tiefgreifenden Umbau seiner Wärmeversorgung. Mit dem geplanten Ausstieg aus fossilen Energieträgern und der schrittweisen Transformation des Gasnetzes verändert sich die bisherige Wärmeinfrastruktur grundlegend. Gleichzeitig wird die Fernwärme in Hamburg zwar ausgebaut, jedoch zeigen die bisherigen Planungen der kommunalen Wärmeplanung deutlich, dass ein erheblicher Teil der Stadt, insbesondere in weniger dicht bebauten Wohnquartieren und Stadtrandlagen, dauerhaft keinen Zugang zu zentraler Fernwärme erhalten wird.

Gerade in diesen Gebieten sind viele Haushalte bislang auf Gasheizungen angewiesen. Mit einer zunehmenden Reduzierung der Gasnutzung drohen zudem steigende Netzkosten. Die Umstellung der Wärmeversorgung ist damit nicht nur eine klimapolitische, sondern auch eine sozialpolitische Herausforderung: Die Transformation betrifft nicht nur technische Infrastruktur, sondern hat unmittelbare Auswirkungen auf Mieterinnen und Mieter, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie auf öffentliche Träger. Insbesondere in Stadtteilen ohne Anschluss an zentrale Fernwärmesysteme besteht die Gefahr, dass die Wärmewende primär über individuelle Einzellösungen umgesetzt wird. Dies kann zu erheblichen Investitionsbelastungen für private Haushalte führen, birgt Akzeptanzrisiken und stößt in verdichteten Quartieren zunehmend an räumliche Grenzen. Damit droht eine kleinteilige, kostenintensive und langfristig ineffiziente Parallelstruktur einzelner Wärmelösungen.