• Wahlkreis 11: Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf und Wandsbek

Drucksache: 23/4043 |
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Die Fernwärme ist eine tragende Säule der Hamburger Wärmestrategie. Der Senat hat jedoch in der Drs. 23/2955 eingeräumt, dass nicht statistisch erfasst wird, in wie vielen Fällen eine Fernwärmeanbindung nicht möglich war. Damit fehlt eine belastbare Datengrundlage für Steuerung, Priorisierung und politische Bewertung.

Die kommunale Wärmeplanung bildet zwar Potenziale und Zielbilder ab, erfasst jedoch nicht die tatsächlichen Umsetzungshemmnisse im Einzelfall. Hamburg sollte diese Lücke gezielt schließen und durch ein strukturiertes Monitoring erstmals eine belastbare Datengrundlage zu Anschlusshemmnissen schaffen.

Ebenso werden Investitionskosten für Netzerweiterungen unter Verweis auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse nicht veröffentlicht. Bei einer zentralen Infrastruktur der öffentlichen Daseinsvorsorge ist jedoch zumindest eine aggregierte Kostentransparenz gegenüber Parlament und Öffentlichkeit erforderlich.

Eine erfolgreiche Wärmewende braucht Transparenz, Nachvollziehbarkeit und belastbare Zahlen. Hamburg darf bei einer der größten Infrastrukturtransformationen der kommenden Jahrzehnte nicht im Blindflug agieren. Gerade vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Dekarbonisierung, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit von Wärme bedarf es einer systematischen Informationsgrundlage, um Zielkonflikte frühzeitig zu erkennen und politische Steuerungsentscheidungen faktenbasiert zu treffen.