Nach der Insolvenz der Signa-Gruppe hat Bürgermeister Tschentscher wiederholt öffentlich kategorisch ausgeschlossen, Steuergelder in die Rettung des privaten Projekts Elbtower zu stecken. Dieses Versprechen soll nun gebrochen werden: In einer Zeit sinkender Steuereinnahmen und knapper Kassen will der rot-grüne Senat rund 600 Millionen Euro für die circa 46.000 Quadratmeter Fläche (ohne Innenausstattung) im Elbtower zahlen. Das würde einem Quadratmeterpreis von gut 13.000 Euro den Quadratmeter entsprechen.
Gleichzeitig soll der rot-grüne Senat mit dem seit Jahren geplanten Naturkundemuseum im Elbtower günstigere Alternativen wie das ehemalige Gruner & Jahr-Gebäude am Baumwall trotz niedrigerer Quadratmeterpreise und denkmalrechtlich möglicher Umbauten nicht weiterverfolgt haben. Zudem bestehen ernsthafte Zweifel an der Kosten-Nutzen-Rechnung des Senats, da die kalkulierten Flächenbedarfe widersprüchlich erscheinen und der Quadratmeterpreis im Elbtower außergewöhnlich hoch liegt. Bisher hat der Senat viele Fragen über den Umgang des Senats mit dem Bauwerk Elbtower, mögliche Prüfungen von alternativen Standorten für das Naturkundemuseum sowie über den sparsamen Gebrauch öffentlicher Mittel nur unzureichend beantwortet.
